FISMEP – FIWARE for Smart Energy Platform – gestartet

12.12.2017
  FISMEP Urheberrecht: European Union

Beeinflusst durch die Digitalisierung und Einbindung dezentraler regenerativer Energieerzeuger sowie des Verschmelzens des thermischen und elektrischen Energiesektors, steigt der Bedarf an flexiblen Energiedienstleistungen. Im Rahmen des EU-Projektes „FISMEP“ (FIWARE for Smart Energy Platform) werden insgesamt sieben Partner aus Industrie und Forschung unter der Führung der RWTH Aachen diesen Bedarf adressieren. Hierfür werden sie eine frei verfügbare, dienstleistungsorientierte, cloudbasierte Plattform entwickeln, um sowohl eine nachhaltige Einbindung von Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäusern in ein Gesamtenergieversorgungssystem zu vereinfachen und zu automatisieren.

Basierend auf dem vorangegangenen Projekt “Finesce” (Future Interrnet Smart Utility Services) werden die Partner das dort erarbeitete Plattformkonzept ins Feld übertragen und die Eignung für die Implementierung intelligenter Energiedienstleistungen aufzeigen. Das Konzept findet In insgesamt drei Feldtests in Schweden, Rumänien und Deutschland Anwendung. Die Partner verfolgen einen interdisziplinären Ansatz, der nicht nur die technischen Gesichtspunkte mit der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) oder Energieerzeugung umfasst, sondern auch die sozioökonomischen Aspekte des Projekts berücksichtigt. Jeder Feldtest wird individuell gestaltet, sodass am Ende drei innovative Anwendungsfälle mit den spezifischen Schwerpunkten auf der Energieeffizienz, Leistungsfähigkeit und der nutzerzentrierten Anpassung demonstriert werden.

FISMEP ist ein Projekt des zweiten Projektaufrufs der ERA-Net SG+ Initiative. ERA-Net SG+ ist ein Netzwerk von 21 europäischen Ländern und Regionen zur Förderung sowohl von Forschung und Entwicklung als auch der Demonstration für Smart Grids. Die Initiative wird im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union gefördert. In Deutschland wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des sechsten Energieforschungsprogramms unterstützt. FISMEP startete am 01. Oktober 2017 und wird eine Laufzeit von drei Jahren umfassen.

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