A GIS-based Decision Support System for the Optimal Siting of Wind Farm Projects: Does Social Acceptance Really Matter?

 

Projektlaufzeit: 8/2012 - 7/2015
Gefördert durch das E.ON ERC (in Kooperation mit Prof. De Doncker, PGS)

  Visualisierung des Standortoptimierungsverfahrens und des Untersuchungsgebiets (Quelle: Eigene Abbildung)

Die Wahl des Standorts ist wesentlich für den Erfolg eines Windparkprojekts, speziell aufgrund des damit verbundenen sichtbaren Einflusses auf die Landschaft. Die Standortentscheidung für Windparks umfasst neben der Berücksichtigung von technischen Anforderungen, ökonomischen Nutzen und räumlichen Aspekten, zusätzlich auch die Bewertung von negativen externen Effekten (wie z.B. die Verursachung von Lärm, Wertverlust bei Grundstücken). Abnehmende soziale Akzeptanz ist zu einem zentralen und zunehmend berücksichtigten Thema im Rahmen einer erfolgreichen Realisierung von Windparkprojekten geworden.

Das Ziel dieses gemeinsamen Projektes von FCN und PGS ist die Optimierung von Standortwahlprozessen in Deutschland mithilfe eines GIS-basierten Systems zur Entscheidungsunterstützung, welches einen besonderen Fokus auf die Akzeptanzproblematik legt. Hierzu entwickeln wir ein umfassendes Optimierungsmodell, welches sowohl technische, gesetzliche sowie ökonomische als auch Landnutzungsparameter und Aspekte der sozialen Akzeptanz einbezieht. Die Implementierung von Modellkomponenten zur Integration von sozialen Akzeptanzaspekten stellt eine Weiterentwicklung der gängigen Standortwahlprozesse für Windparks dar. Um Akzeptanzaspekte in eine quantitative Analyse einzubeziehen, werden Ergebnisse von Hedonic Pricing Analysen verwendet, welche eine ökomische Bewertung von visuellen Auswirkungen durch Windparks zulassen. Des Weiteren stellt die Einbeziehung von Sichtbarkeitsanalysen in den ersten Schritten einer Standortbewertung eine Verbesserung der derzeitigen Standortwahlmodelle dar, welche meist nur auf der Optimierung technischer Effizienz beruhen. Speziell vor dem Hintergrund von Repowering, welches im Ergebnis zu einer substantiellen Vergrößerung der errichteten Turbinen führt, ist die Berücksichtigung von visuellen Auswirkungen ein zunehmend wichtiger Bestandteil der Planung eines Windparks. Darüber hinaus nutzt das System zur Entscheidungsunterstützung Geodaten und GIS-tools, wodurch ein direkter räumlicher Bezug hergestellt werden kann, was wiederum eine räumlich-basierte, rationale Entscheidungsunterstützung erlaubt.

Das GIS-basierte System zur Entscheidungsunterstützung kann auf jegliche Region angewendet werden, wo ein Windpark geplant werden soll. Anwendbar für Onshore Windparkprojekte stellt dieses generische Modell ein vielseitiges und innovatives Planungstool, sowohl für Kommunen in Deutschland als auch für Energieversorger dar. Für eine erste Anwendung des Modells dient die Städteregion Aachen als Untersuchungsregion.

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Reinhard Madlener

Institutsleiter FCN

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