Geo:MPC - Nachhaltige, modellprädiktive Regelung von Geothermiefeldern

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Die Verwendung oberflächennaher Geothermie trägt entscheidend zur nachhaltigen, CO2 armen Klimatisierung von Gebäuden und Quartieren bei. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass in vielen Fällen in Ermangelung von technischen Richtlinien als auch von personellem Know-How eine optimale Betriebsführung der Geothermiefelder nicht erreicht wird. Insbesondere führt eine Überbeanspruchung zu einem Aufheizen oder Abkühlen des Erdreichs, womit starke Effizienzeinbußen einhergehen.
Um die Potenziale bestehender und zukünftiger Geothermiefelder besser auszuschöpfen und vor allem um deren nachhaltige Nutzung zu ermöglichen, soll eine generische Methode zur Entwicklung und Implementierung von modellprädiktiven Betriebsstrategien für Geothermiefelder erarbeitet werden. Diese Methode soll an der geothermischen Energieversorgung des E.ON Energy Research Centers erprobt und anschließend für beliebige EWS-Felder weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die Lücke zwischen Planung und Betriebsführung von Erdwärmesondenfeldern zu schließen und so die Grundlagen für ein technisches Regelwerkzeug zu schaffen, mit der oberflächennahen Geothermie optimal in die Energiekonzepte von Gebäuden eingebunden werden kann. Dadurch lässt sich eine stärkere Marktdurchdringung der Geothermie und eine Kostenreduzierung der Geothermienutzung im gesamten europäischen Markt fördern.

Wir danken für die finanzielle Unterstützung durch das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Förderkennzeichen 03ETW006A. Außerdem bedanken wir uns bei unseren Kooperationspartnern der Geophysica Beratungsgesellschaft mbH, dem Institute for Applied Gephysics and Geothermal Energy an der RWTH Aachen und der DEOS AG.