Adaptation and Mitigation Strategies – Supporting European Climate Policy (“ADAM”)

 

Projektlaufzeit: 3/2006 - 2/2009
Gefördert durch EC/FP6

  Web-basierter Fragebogen für die Entscheidungsträgergruppen in ausgewählten europäischen Strommärkten Web-basierter Fragebogen für die Entscheidungsträgergruppen in ausgewählten europäischen Strommärkten (Quelle: Artho and Madlener, 2009)

Das Hauptziel des ADAM-Forschungsprojektes ist die Schaffung eines besseren Verständnisses von den existierenden Kompromissen und Konflikten zwischen der Anpassung an den Klimawandel und der Vermeidungspolitik. Das Projekt dient als Unterstützung der EU-Politik-Entwicklung im post-Kyoto-Prozess und möchte über die Dringlichkeit neuer Anpassungsstrategien für Europa informieren.

Die jeweiligen Ziele des ADAM-Projektes sind:

  1. Bewertung, in welchem Maße eine EU (und weltweite) Vermeidungs- und Anpassungspolitik eine tolerierbare Transition („soft landing“) erreichen kann; in einer Welt mit ansteigender globaler atmosphärischer Durchschnittstemperatur von höchstens 2°C über dem vorindustriellen Niveau. Außerdem sollen die assoziierten Kosten und die Effektivität ermittelt werden, inklusive einer vermeidbaren Schadenfeststellung im Gegensatz zum Szenario, in dem die Zunahme der globalen Temperatur unkontrolliert weiterhin um bis zu 5°C steigt.
  2. Eine Entwicklung und Bewertung eines Portfolios einer langfristigen strategischen Option – die zu bestätigten Engpässen führen würden – jeweils zwischen existierender Vermeidungspolitik und der Erreichung des europäischen 2°C-Ziels und zwischen der existierenden Anpassungspolitik und implizierten EU-Zielen und den adaptierten Zielbereichen.
  3. Ziel ist zudem die Entwicklung eines neuartigen Optionen-Bewertungs-Rahmenplans (Policy-options Appraisal-Framework/PAF), der sich sowohl auf existierende als auch auf noch auszubauende Politikhandlungsfelder erstreckt, sowie auf neue langfristige strategische Optionen, die einen informativen Part einnehmen: Europäische und internationale Klimaschutzstrategie in post-2012 Kyoto Verhandlungen, eine Umstrukturierung der internationalen Entwicklungshilfe, der EU-Stromsektor, sowie lokale und regionale Planung.

Das ADAM-Projekt bietet ein besseres Verständnis zu den Synergien, Kompromissen und Konflikten, die zwischen Anpassungs- und Vermeidungspolitik auf verschiedenen Skalenebenen existieren. Entscheidend ist, dass ADAM die Entwicklung der Europapolitik in den nächsten Entwicklungsstufen des Kyoto-Protokolls unterstützen wird, insbesondere bei Verhandlungen über ein post-2012 globales Klimapolitik-Regime.

Der Haupteinfluss vom ADAM-Projekt liegt darin, dass die Qualität und Relevanz von Wissenschaft und die Stellungnahme von Interessensträgern verbessert wird, sodass die Entwicklung und Evaluation von Optionen der Klimaschutzpolitik innerhalb der Europäischen Kommission möglich ist. Dies wird der Europäischen Kommission helfen ihre derzeitigen mittelfristigen klimapolitischen Ziele zu realisieren und hilft bei der Entwicklung langfristiger Klimastrategien.

FCN trug zu diesem Projekt mittels einer (nicht repräsentativen) web-basierten Umfrage unter Top-Level-Führungskräften von Unternehmen und Organisationen bei, welche zu den vier Hauptzielgruppen gehören:

(1) Stromversorger; (2) energieintensive Industrien; (3) Verbraucherverbände/NGOs; und (4) öffentliche Verwaltungen, die mit Strom- und klimapolitischen Fragen in Europa vertraut sind.

Die Studie wurde in Österreich, Deutschland, Norwegen und in der Schweiz durchgeführt. Im Falle von Norwegen waren nur Adressen von Vorstandsvorsitzenden der Stromversorger (CEOs) zugänglich. Das Ziel dieser erhebungsbasierten Studie war es Input für die Verbesserung des Optionen-Bewertungs-Rahmenplans (PAF) zu generieren, die auf den europäischen Stromsektor angewandt werden können. Die Hauptziele der Studie waren (1) die Auswirkungen von Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen sowie „policy mixes“ auf die Nachfrage nach Strom-Dienstleistungen in Europa, (2) die Auswirkungen der Marktregulierung auf das Verhalten von Unternehmen im Stromsektor, und (3) die langfristigen Auswirkungen und Investitionsentscheidungen in der europäischen Strombranche besser zu verstehen.

Die Ergebnisse der web-basierten Fragebogenstudie gewährten einen Einblick in die Einschätzungen und Erwartungen der Vorstände der Elektrizitätsunternehmen und anderen Entscheidungsträgern sowie Meinungsführern in ausgewählten europäischen Ländern in Bezug auf Klimaschutz und Klimaanpassungsstrategien auf den Stromsektor und damit verbundenen energieintensiven Industrien in Europa.

Projektpublikationen

Artho J., Madlener R. (2009). Climate Policies and the Electricity Sector in Europe: Insights from a Web-based Survey Conducted Among Stakeholders in Selected European Countries, Report by FCN / Social Research Unit, University of Zurich, for the EU/FP6 Project „ADAM -- Adaptation and Mitigation Strategies: Supporting European Climate Policy“, Work Package P3c, June.

Kontakt

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Reinhard Madlener

Institutsleiter FCN

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